Polaroid

analog — Schlagwörter:, , , — pproni @ 17:23

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Auf der Suche nach der alten 8mm Kamera, einem Erbstück von meinem Papa, bin ich auf 2 Polaroid-Kameras gestoßen. Keine Ahnung wie lange die Dinger schon in meinem Regal rumfliegen. Nach längerem Überlegen würde ich auf ca. 5-6 Jahre tippen. Und rechnet man jetzt noch die Zeit dazu, die sie vorher in anderen Regalen rumflogen, so würde ich auf ein stattliches Alter von mindestens 20 Jahren tippen. Die Eine ist ein Erbstück von meinem verstorbenen Opa und die Andere hab’ ich bei einer Wohnungsauflösung abgestaubt. Der erste Gedanke muss wohl “Cool ‘ne Polaroid Kamera – So was besitzen nur Geeks und Hipster! Die muss ich auch haben!” gewesen sein. Nachdem ich sie eingesteckt hatte, sind sie beide ohne Umweg über Los direkt in meinem Regal gelandet. Ich hab mich nie wirklich mit dem Thema auseinandergesetzt. Bis eben. Aus Versehen hab’ ich eine von dem beiden aufgeklappt – und siehe da – die hatte ja noch Strom!!! Das merkt man, weil auf einmal zwei kleine Lämpchen aufblitzten. Also schnell ein Motiv her und abgedrückt. Tja, leider war das Magazin leer. Wie man sieht hatte ich bei der zweiten mehr Erfolg. EIn bisschen bin ich schon von der Tatsache beeindruckt, dass die Batterie inklusive Blitz nach so langer Zeit noch funktioniert. Der Film funktionierte, wie man sieht, nicht mehr so einwandfrei. Die Farben verblassen und die Töne gehen ins Sepia. Ja ja, ich weiß super Retrolook! Sowas kriegt man mit einer Digitalen nie hin! Insgesamt hab ich die Gradiationskurve nur leicht korrigiert um noch ein kleines bisschen mehr Kontrast raus zu holen.
Nach 2 Bildern war schon wieder Schluss. Magazin leer. Natürlich hatte ich Blut geleckt. Und ich erinnerte mich, dass da irgendwo noch ein Magazin rum lag…

Letztlich sind die Bilder nix geworden, aber ich hab zumindest ein paar Dinge über Polaroid Kameras gelernt, die man auch auf hundert anderen Foren oder Seiten nachlesen kann:
1. Die Batterie und der Film sind eine Einheit. Dumm nur, wenn man das nicht weiß und denkt: Hammer, wieso ist hier noch Strom? Ich muss erstmal das Batteriefach suchen und rausfinden was da drin steckt!
2. Die Wahrscheinlichkeit, dass man mit uralten Filmen noch einigermassen vernünftige Bilder machen kann, geht gegen Null. Keine Ahnung, wie es aussieht wenn das Verfallsdatum gerade erst abgelaufen ist. Auf meiner Folie stand leider keine Zeitangabe drauf. Aber es wurde schon schwer, überhaupt irgendwas auf dem Bild zu erkennen.
3. Wenn man nicht weiß, wo sich der Hebel befindet, mit dem das Einschubfach für das Magazin geöffnet wird, nimmt das schon wieder sinnlose Zeit in Anspruch, ähnlich wie bei der Suche nach dem Batteriefach.
4. Die Filme gibt es bei Amazon oder wo auch immer noch. Und sie sind schweineteuer: 20 Euro für 10 Bilder ist kein Schnäppchen.
5. Nicht jedes Magazin passt in jede Kamera. Gut, dass ich zwei hab’. Sonst wäre mir das auch nicht aufgefallen. Da sollte man sich vorher noch mal vergewissern.

Keine Ahnung, wie es jetzt weitergeht mit meiner kurz entflammten Liebe für das Thema Polaroid. Nach 2 Stunden ist sie schon wieder merklich abgekühlt. Natürlich ist schon ein gewisser Reiz, sich für teures Geld, das schnelle analoge Vergnügen online zu bestellen. Aber deswegen die Beziehung zu meiner Digitalkamera auf’s Spiel setzen? Niemals!

Seignosse

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Seignosse

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B

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b2berlin1

Still life

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Warum ich gerne in den Asia-Supermarkt gehe? Die haben neben den 5000 Sojasaucen gleich 10000 verschiedenfarbige Currypasten, Reis in 5kg Säcken, Pilze die aussehen, als ob sie high machen, mehr Nudelsorten als jeder Feinkostitaliener, allerhand tiefgefrorenes Tiefseegetier, Samuraischwerter und Winkekatzen.
Wenn ich in den engen Gängen auf den Inhalt der hohen Regale starre, kommt mir der Verdacht, dass sich ein DDRler nach dem Mauerfall bei seinem ersten Supermarktbesuch in der BRD genau so gefühlt haben muss. “Maaannn, welchen Reisessig (von den gefühlten 200 Sorten) soll ich denn jetzt nehmen?!” Eine Minuten später entscheide ich mich dann für die Flasche mit dem schönsten Etikett. Da ich dort fast nie unvorbereitet auftauche – ich hab’ natürlich einen fünfseitigen Einkaufszettel – kann es schon passieren, dass ich mehrere Stunden festhänge und Tintenfisch oder Makrelen in den Einkaufswagen lege, weil mir eine innere Stimme befielt, dass ich die Dose besitzen muss.
Kann es vielleicht sein, dass die Verpackungen bei Asiaten gut ankommen, weil sich diese ihr kindliches Gemüt bis ins hohe Alter bewahren? Keine Ahnung, aber für meinen nächsten Besuch habe ich mir vorgenommen, mal eines dieser getrockneten Tiefseemonster, die aussehen wie Requisiten aus dem letzten Alien-Dreh, mit nach Hause zu nehmen.

Heligoland

allgemein — Schlagwörter:, , — pproni @ 17:48

massive-attack

… was alles passieren kann, wenn man anfängt, zwischen guter und böser Kunst zu unterscheiden, könnt Ihr hier am Ende des Artikels lesen. Ich glaube mich zu erinnern, dass es vor gar nicht allzu langer Zeit mal ähnliche Gedankenansätze in der Art gab.
… schönes Album jedenfalls!

Still life

digital — Schlagwörter:, , — pproni @ 18:58

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cube

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